ORTSRAT

   Travemünde

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08.07.2020

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Bericht aus dem Ortsrat

Auf der letzten Ortsratssitzung am 12.11.2014 gab der Vorstand einen kurzen Bericht über die Arbeit der letzten 4 Wochen:

Strandbahnhof:

Das Thema hat der Vorstand nicht vergessen. Der Kontakt besteht weiter zu den zuständigen Stellen. Es gibt im Moment leider nichts Aktuelles zu berichten. Das ist zwar nicht befriedigend, aber der Ortsrat verspricht weiter so intensiv wie möglich am Thema zu bleiben.

 

Dr.-Heinrich-Zippel-Park : Im Monat Juli hatte der Ortsrat in einem Schreiben an die Mitglieder des Bauausschusses eindringlich darum gebeten, den gefassten Beschluss hinsichtlich der Beleuchtung des Dr. Heinrich-Zippel-Parks endlich durchzusetzen.

Auf die letzte Nachfrage kam folgende Information an den Ortsrat:

 weihnachten-0029

Zitat der Mail: "Die Verwaltung hat nach der Entscheidung des Bausenators, die Beleuchtung instand setzen zu lassen, mit den Planungen begonnen. Wegen der Komplexität der Maßnahme wurde ein externes Büro mit der Erledigung dieser Aufgaben beauftragt.Die weiteren Abstimmungen haben sich aufgrund des alten Baumbestandes als schwierig erwiesen, da der Bereich Naturschutz einer Neuverlegung der Leitungen in offener Bauweise nicht zugestimmt hätte. Nach Klärung aller Fragen werden derzeit Kostenangebote eingeholt, ausgewertet und die Arbeiten vergeben. Wir gehen davon aus, dass die beauftragte Firma noch im November mit den Arbeiten vor Ort beginnen kann. Ausgehend von einer ca. 4-wöchigen Bauzeit gehen wir weiterhin davon aus,dass die Maßnahme noch im Jahr 2014 abgeschlossen werden könnte, sofern nicht extreme Witterungseinflüsse dies verhindern." Zitatende

Der Ortsrat gibt nicht auf und wird sich immer wieder nach dem Fortschritt des Projektes erkundigen!

 

Gesamtverkehrskonzept:stadtplan

Der Vorstand hatte die Fraktionen der Bürgerschaft um Auskunft über den Stand der Dinge gebeten. Herr Ulrich Pluschkell, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion nahm die Gelegenheit wahr, in der Ortsratssitzung einige Informationen und Überlegungen z.B. zu Parkplätzen, Öffentlichem Nahverkehr, Fußgängern, Radfahrern  vorzutragen: Besonderes Augenmerk sei auf Radfahrer, insbesondere auch Fahradtouristen zu legen. Förderung unter ökologischen Gesichtspunkten verdient der Eisenbahnverkehr. Nachdem die Strecke elektrifiziert ist, wäre es wünschenswert, dass auch im Personenverkehr mehr elektrische Züge statt Dieseltriebwagen eingesetzt werden (nicht nur an Wochenenden). Ein Halb-Stunden-Takt könnte zu vermehrter Nutzung der Bahn führen.

Der ÖPNV (Busverkehr) in Travemünde ist zur Deckung der Grundbedürfnisse ausreichend; zu fragen ist, ob ein ZOB am Strandbahnhof noch sinnvoll ist oder besser zu verlagern wäre (etwa in den Bereich der Haltestelle Teutendorfer Weg). Für die Verbindung zum Priwall ist an eine Saisonerweiterung für die Norderfähre zu denken; ein neues Fährboot (mit Eignung für Fahrräder, Rollstühle) ist geplant.

Kraftfahrzeuge sollten möglichst draußen bleiben. Seit langem geplant ist, den Parkplatz auf dem Leuchtenfeld zu Gunsten eines Landschaftsparks aufzugeben. Die Außenallee muss wohl für Quell- und Zielverkehre erhalten bleiben. Ersatzparkplätze könnten etwa am Lotsenberg geschaffen werden, wobei hier und auch bei Verkleinerung der Fläche des Godewindparkplatzes der Bau von Parkpaletten in Betracht käme. Für deren Finanzierung wäre wünschenswert, Mittel aus dem Erlös der Grundstücksverkäufe abzuzweigen. Der Ausbau der Mecklenburger Landstraße auf dem Priwall ist (aber erst nach Abschluss der Bauarbeiten für Waterfront) erforderlich.

Ein allumfassendes Konzept zum Verkehr in Travemünde liegt aber natürlich noch nicht vor. Dazu müssen erst einmal Erhebungen und Analysen erstellt und Eckpunkte der Bestandsaufnahme erfasst werden. Dann geht es erst zu einer Zielfindung, in der man verschiedene Strategie-Optionen und Szenarien für die entsprechenden Verkehre finden kann. Ab einem gewissen Stadium geht es auch um die Beteiligung der Bevölkerung. Dann erst kommt man zu einem Beschluss einer Zielrichtung, zu einem Konzept, welches man immer weiter fortschreiben kann. Das lässt erkennen, dass dies nicht von heute auf morgen zu erledigen ist.

Dies ist dem Ortsrat alles klar. Überlegungen allein zur Verlegung von Parkplätzen reichen hier nicht aus. Das ist auch in der Bürgerschaft bekannt. Dem Ortsrat geht es darum, die Erstellung eines solchen Konzeptes zu beschließen, damit man endlich beginnt und nicht versucht, mit Briefmarkenlösungen  einen Weg für unseren Stadtteil Travemünde zu finden. Damit kann man der Situation nicht gerecht werden.

Auch hier bleibt der Ortsrat am Thema.

 

Tourismus:

Der VorstaR0018550and hat mit dem neuen Geschäftsführer der Lübeck und Travemünde Marketing GmbH Kontakt aufgenommen.

Es wurde verabredet, dass Herr Lukas Anfang nächsten Jahres als Gast in den Ortsrat kommt. Darüber hinaus hat der Ortsratsvorstand Kontakt zu den Gemeindevorstehern der Nachbargemeinden Timmendorfer Strand und Niendorf aufgenommen. Man hat sich zu einem Informationsaustausch über touristische Belange verabredet.

 

 

Stadtteilbüros:

Der Vorstand hat sich mit einem Vorschlag zu diesem Thema an alle Fraktionen der Bürgerschaft gewandt. Hier ein Auszug aus dem Schreiben:

Wir haben ein Einsehen, dass eine so verschuldete Stadt wie die Hansestadt Lübeck Einsparungspotenziale eruieren muss. Aber es müssen Möglichkeiten in Erwägung gezogen werden, welche nicht zu solch immensen bürgerunfreundlichen Maßnahmen führen. Zwei so dicht beieinander liegende Örtlichkeiten wie der Meesenring und die Dr.-Julius-Leber-Straße machen hier keinen uns verständlichen Sinn, zumal man diese Standorte sehr gut in kürzester Zeit in der Innenstadt erreichen kann. Im Gegensatz zu den Ortsteilen im Nordosten der Hansestadt.

Aus diesem Grund möchten wir einen Vorschlag des Ortsrats Travemünde in die Debatte mit einbringen:

Die Verwaltung möge prüfen, ob ein sogenanntes Rotationsprinzip nach welchem in jedem bisherigen Stadtteilbürostandort (incl. Travemünde) die Öffnung eines Stadtteilbüros an jeweils nur einem Werktag in einem stadteigenen Gebäude ebenso zu Einsparungen führen könnte. Der Personalaufwand wäre ein geringerer, da dasselbe Personal an einem jeweilig anderen Wochentag in einem jeweilig anderen Standort seine Arbeit verrichten könnte und man nicht mehrere Büros gleichzeitig mit Personal versehen müsste.

Explizit für Travemünde gäbe es hier vor Ort auch von uns Vorschläge hinsichtlich stadteigener Räumlichkeiten.

Begründung:

Die Stadtteile Travemünde sowie Kücknitz sind die am weitesten entfernten Stadtteile mit einer Bevölkerungsdichte von insgesamt ca. 24.000 Einwohnern.

Die Aufgaben die bislang in den Stadtteilbüros wahrgenommen wurden, betreffen viele Einwohner bei denen man eine eingeschränkte Mobilität zu Grunde legen muss. U.a. seien hier als Beispiele genannt: Anträge für Wohngeld, Anträge für Wohnberechtigungsscheine, Aufenthaltsbescheinigungen, Lebensbescheinigungen für Rentenzwecke.

Die Alternative des Internets stellt aus vielerlei Gründen keine wirkliche Alternative dar. Aus unserer Sicht sind Informationsstände mit der Vergabe von Formularen (Zitat Fraktionschef Thorsten Fürter (Grüne), Lübecker Nachrichten vom 03.11.2014) an der Straße oder wo auch immer angedacht, gleichwohl nicht im Mindesten eine Alternative.

Wir würden uns freuen von Ihnen zu hören und über unseren Vorschlag mit Ihnen in den Dialog treten zu können.

Der Ortsrat ist für den Dialog bereit und wird weiteren Kontakt aufnehmen.