Strandbahnhof - so geht es weiter

Versteigerung

Die Bahn hat nun erkannt, dass sie auf Grund der Situation des Bahnhofes eine Lösung finden muss. Da sie selbst nicht daran interessiert ist, hier für eine notwendige Sanierung Geld in das Gebäude zu investieren, hat sie die Immobilie nun in eine sogenannte "freiwillige Versteigerung" gegeben. Die städtische Gesellschaft KWL, die Erfahrung mit anderen Projekten aus dem Denkmalschutz wie z.B. den Mediadocks hat, hat ihrerseits bei der Bahn Interesse bekundet. Ein kleiner Zeitaufschub wurde aber seitens der Bahn nicht gewährt. Am 09. Oktober wird es zu einer Versteigerung kommen. Ein Mindestgebot setzt die Bahn bei 670.000 Euro fest. Bis dahin wird jetzt seitens der KWL eine Wirtschaftlichkeitsprüfung vorgenommen, um die realistische Einschätzung eines Gebots vornehmen zu können. Ebenso ist man bei der Erarbeitung eines Nutzungskonzeptes welches für eine Wirtschaftlichkeitsprüfung ebenso erforderlich ist. Weiterhin werden auch die Sanierungskosten geschätzt. Hierzu braucht es ein Gutachten. Jetzt schon ahnt man aber, dass sich diese im siebenstelligen Bereich bewegen dürften. Erschwert wird dies durch eine Verweigerungshaltung der Bahn gegenüber der KWL, die Immobilie im vollem Umfang der KWL zugänglich zu machen. Im Moment kann man also zu den vorgenannten Punkten keine verbindliche Aussage treffen.

Zum Nutzungskonzept hat man sich allerdings schon Gedanken gemacht. Herr Gerdes zählte in der Ortsratssitzung einige Ideen auf.

Die LTM mit der Tourist-Information könnte zum Beispiel von ihrem jetzigen Standort in den Bereich des ehemaligen China-Restaurants vorrücken und damit für Laufkundschaft schneller wahrgenommen werden.

Mit hinzunehmen möchte man den Kurbetrieb. Beide - LTM wie Kurbetrieb – gehören auf Grund ihrer Tätigkeiten durchaus zusammen. Der Tourist unterscheidet hier sowieso nicht. Ebenso kann man sich eine Gastronomie auf dem überwucherten Gleis mit Eisenbahnwagen oder ähnlichem vorstellen. Eventuell in Verbindung mit einem Angebot für Jugendliche. Als wesentlich schwieriger Punkt erweist sich die Vermarktung der "Bahnhofshalle". Hier hat man mit der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Ottersberg Kontakt. Es besteht hier die Vorstellung der Einrichtung des Therapieangebotes "Living Museum". Dieses Kunstmuseum ist eine therapeutische Einrichtung und kann von der Öffentlichkeit besucht werden. Die Kunstwerke werden vor Ort erstellt uns sind auch verkäuflich. Da die Therapien von den Krankenkassen übernommen werden, würde somit ein sicherer Mieter gewonnen werden können. Das Kriterium für die KWL ist bei all den Ideensammlungen für ein Nutzungskonzept: Am Ende muss eine "Schwarze Null" als Mindestsaldo herauskommen. Wenn alle Voraussetzungen eine gute Grundlage bilden, wird die KWL – vorbehaltlich eines Gremienbeschlusses – an der Versteigerung teilnehmen. Zwischenzeitlich hat auch die Possehl-Stiftung eine Förderung in Aussicht gestellt. Allerdings nur dann, wenn die Wirtschaftlichkeit des Projektes darstellbar ist.