ORTSRAT

   Travemünde

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08.07.2020

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Bericht aus der Ortsratssitzung

Ortsratlogo KopieAuf der Sitzung des Ortsrates am 13.Mai 2015 gab der Vorstand einen Bericht über seine Arbeit in den letzten acht Wochen: Es wurden die Veranstaltung zum Thema "Olympia 2024" in Zusammenarbeit mit der Hansestadt Lübek, sowie die Veranstaltung "Menschen auf der Flucht suchen Zuflucht in unserer Mitte" ebenfalls in Zusammenarbeit mit der Hansestadt Lübeck vorbereitet und durchgeführt. Des weiteren wurden Ortstermine wahrgenommen und Nachfragen zu den vom Ortsrat behandelten Themen auf den Weg gebracht.

 

Strandbahnhof

Es kam zu zwei Fernsehaufzeichnungen der Sender SAT 1 und NDR. Beide Sender wollten einen kleinen Bericht über den Zustand des Strandbahnhofes bringen. Da der Bahnhof nicht genug Aufmerksamkeit bekommen kann, nahmen der Vorstand und Mitglieder des Ortsrates beide Termine wahr.

Darüber hinaus hat der Vorstand sich mit dem Bereich Archäologie und Denkmalpflege in Lübeck in Verbindung gesetzt und eine Anfrage bezüglich der Einhaltung der Auflagen nach dem Gesetz zum Schutz der Denkmale (Denkmalschutzgesetz) seitens der DB im Strandbahnhof gestellt. Es wurde uns mitgeteilt, dass der Zustand des Gebäudes seit einiger Zeit bereits bekannt ist und die Bearbeitung des Sachverhaltes mit der nötigen Dringlichkeit durchgeführt wird. Es wird in Kürze eine erneute Anfrage bezüglich des Stands der Bearbeitung unsererseits geben

Des weiteren wurde sich mit der DB in Verbindung gesetzt und der Vorschlag einer gemeinsamen Begehung des gesamten Bahnhofkomplexes mit Vertretern der Hansestadt Lübeck, Politik und der DB vorgeschlagen. Damit alle letztendlich an einer Meinungsfindung Beteiligten genau wissen, worüber sie befinden müssen, wäre eine Begehung der gesamten Immobilie eine gute Gelegenheit, alle auf den gleichen Wissenstand zu bringen. Es ist dem Ortsrat sehr daran gelegen, die weitere Entwicklung hinsichtlich irgendeiner Option, letztendlich wohl den Verkauf, zu forcieren, um den Verfall der Immobilie nicht weiter voran schreiten zu lassen.

Vorderreihe

Es fand eine Begehung mit Mitarbeitern des Bereichs Stadtgrün und Verkehr bezüglich der Baumscheiben statt.

Die Baumscheiben müssen saniert werden, da das Wurzelwerk die Gehwegplatten zum Teil absacken, zum Teil anheben lässt. Dies führt zu Stolperfallen. Es wurde eine Baumscheibe gezeigt, welche schon mit der drainagefähigen Kiesbeschichtung versehen ist. Andernorts wurden gute Erfahrungen damit gemacht. Nun möchte man auch bei uns in Travemünde dieses Verfahren anwenden. Höhe Haus Nr. 61 in der Vorderreihe können Sie sich selbst einmal ein Bild machen. Wir haben angeregt, die Kiesbeschichtung nicht direkt am Baumstamm enden zu lassen. Dies wurde positiv aufgenommen.

Anfragen an den Fachbereich Planen und Bauen

Auf diverse Anfragen zu den vom Ortsrat behandelten Themen zu Planungsprojekten in Travemünde, die an den Fachbereich gestellt wurden, bekamen wir umgehend Antworten.

Hier im Einzelnen:

Stand der Bearbeitung hinsichtlich der Bebauungspläne für die Gebiete „Neue Teutendorfer Siedlung“ und „Howingsbrook“:

Für diese Flächen müssen, bevor man in ein Bauleitverfahren gehen kann, vorgeschaltete Schritte eingeleitet werden. Zunächst muss ein Verfahren zur Aufhebung der Flächen als Landschaftsschutzgebiet durchgeführt werden und es muss ein Antrag auf Abweichungen vom Regionalplan gestellt werden. Diese Flächen befinden sich außerhalb des im Regionalplan 2004 festgelegten Siedlungsachsenraumes.

Es besteht aber seitens der Verwaltung ein starkes Interesse daran, dass  unabhängig von diesem grundsätzlichen Klärungsbedarf zumindest mit einer (Teil-)Fläche möglichst bald in ein Bauleitplanverfahren gestartet werden kann, um für den Wohnungsbedarf in Travemünde ein Angebot entwickeln zu können. Hier ist man noch in der verwaltungsinternen Abstimmung, teilt uns aber in Kürze Näheres mit.

Stand der Bearbeitung des verkehrspolitischen Leitbilds für Travemünde als Vorstufe für einen Gesamtverkehrsplan Travemünde:

Hier ermittelt man derzeit die vorhandenen und aufgrund absehbarer Planungen den Verkehr beeinflussenden Rahmenbedingungen. Wenn erste relevante Ergebnisse des Erarbeitungsprozesses vorliegen, bekommen wir weitrere Informationen.

Bebauungsplanverfahren 32.14.00 – Auf dem Baggersand / Hafenquartier, Stand der Planungen seitens des Investors:

Nachdem die Gesellschaft für Entwicklung und Vermarktung AG, Hamburg (GEV) das städtebauliche und hochbauliche Konzept für die Zone am Fischereihafen in mehreren Sitzungen mit dem Gestaltungs- und Welterbebeirat der Hansestadt Lübeck erfolgreich abgestimmt hat, liegt nun der planerische Focus auf der Teilfläche Baggersand. Für dessen bauliche Entwicklung hat die GEV 2014 mit Lübecker Wohnungsbaugesellschaften eine Arbeitsgemeinschaft gebildet, die auf Grundlage des Masterplans das städtebauliche Konzept für den Baggersand weiterentwickelt und der Verwaltung zur Abstimmung vorgelegt hat (Wohnungsmix, Eigentum und Miete mit Anteilen geförderter Wohnungsbau sowie Familienwohnen mit Gartenbezug in unterschiedlichen Typologien).

Derzeit erfolgt die Beauftragung von Fachgutachten durch die GEV und dessen Bearbeitung als Grundlage für das Bebauungsplanverfahren sowie die Erarbeitung und Abstimmung eines Konzeptes für die übergeordnete Verkehrsführung und die Verlagerung der Parkplätze. Als weitere Schritte sind die erneute Abstimmung mit den Fischern geplant, die Vorstellung des Gesamtprojektes im Bauausschuss und im Ortsrat Travemünde und die erneute Beteiligung der Öffentlichkeit sowie der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange.

Bauprojekte Aja-Hotel und Apartmenthaus der Deutschen Immobilien AG, zum Zeithorizont der geplanten Realisierung:

Der Bebauungsplanentwurf wird im Sommer (Juli / August) nach vorangehendem Beschluss durch den Bauausschuss öffentlich ausgelegt, der Satzungsbeschluss soll in der Novembersitzung durch die Bürgerschaft gefasst werden. Auf dieser Grundlage kann der Bauantrag beschieden werden, mit dem Bau soll dann in 2016 begonnen werden.

Der Ortsrat wird Sie in gewohnter Weise über alle anstehenden Themen weiter in unseren Sitzungen und auf unserer Homepage auf dem Laufenden halten.

Reflexion der Veranstaltung „Menschen auf der Flucht suchen Zuflucht in unserer Mitte“

Sicher war die Beteiligung an der Veranstaltung nicht so groß, wie man erwartet hatte. Dennoch ist jeder Einzelne, der kommt, für den Ortsrat wichtig. Es gab positive Stimmen für den gewählten Rahmen der Veranstaltung. Was hat man nun aber mitgenommen? Einige waren der Meinung, dass es vielleicht etwas zu früh war für diese Veranstaltung, da ja die entstandene Unterkunftsproblematik noch nicht geklärt ist. Doch es kamen auch konstruktive Vorschläge: Es sollten sich alle auf die Suche auch nach Alternativlösungen zur Unterbringung machen. Man sollte Ideen und Vorschläge hinsichtlich ehrenamtlicher Betreuung mit einbringen. Der Vorstand sollte als Sammelstelle für diese Informationen fungieren, da er mit allen handelnden Personen Verbindung hat und die Informationen somit bündeln und weiterleiten kann. Der Vorstand selbst schlug auch noch einmal vor, den Präsidenten des Lions Club Travemünde, Herrn Peter Niemann, einzuladen, damit er noch einmal über das Projekt des „Lübecker Migrantennetzwerkes“ sprechen könne. Und es wird zu gegebener Zeit eine Veranstaltung auf dem Priwall in Zusammenarbeit mit der „Gemeinschaft der Priwallbewohner e.V.“ stattfinden.

Fragen Travemünder Bürgerinnen und Bürger

Folgende Punkte wurden angesprochen:

  • Die Zaunöffnung am Terminal am Ostpreußenkai ist nicht zuverlässig geregelt. Eines von beiden Toren ist gegenwärtig immer geschlossen.

  • Es wurde ein öffentliches Hinweisschild am Marktplatz zum Standort der öffentlichen Toilette am Fährplatz gefordert.

  • Der Zustand des Badestegs neben der Seebrücke wurde bemängelt. Die Situation bestehe schon länger.

  • Die Wiederherstellung der AIS-Schiffsanzeige wird gewünscht. Sie funktioniert seit der letzten Travemünder Woche nicht.

  • Wann damit zu rechnen ist, dass die Fußgängerfähre fährt.

Der Ortsrat wird den Punkten nachgehen und berichten.