Existenz Travemünder Schulen in Gefahr - Travemünde braucht Familien mit Kindern...

schuleammeer…...und das gelingt nur mit bezahlbarem Wohnen! Dies wurde schon auf der ersten Sitzung des neuen Ortsrates im Zusammenhang mit unseren Schulen und Kindergärten proklamiert. Uns Travemündern ist völlig klar: Rückgang der Kinderzahlen bedeutet Schließung von Schulen und auch Kindergärten. Dies ist eine logische und nicht aufhaltbare Entwicklung, wenn nicht mit der Schaffung entsprechenden Wohnraums und einem familienfreundlichen Umfeld als Grundlage zur Erhaltung unserer Schulen reagiert wird.

Wenn man aber sein Augenmerk hauptsächlich Richtung touristische Entwicklung richtet, muss dann wohl erst ein Gutachter kommen und die demographische Entwicklung und somit die Schulentwicklung unseres Stadtteiles darstellen! Wir meinen wer genau hinsieht bzw. hingesehen hätte, dem hätte dies schon viel eher auffallen müssen.

Mit großer Freude nehmen wir die Aussage von Bürgermeister Saxe zur Kenntnis, in der er auf eine zügige Ausweisung der Wohngebiete Howingsbrook und im Gneversdorfer Weg (Teutendorfer Siedlung) drängt. Da sind wir absolut derselben Meinung, aber eine solche alleinige Aussage reicht nicht. Es muss endlich auch gehandelt werden! Es muss mehr passieren als eine bloße Willensbekundung. Es müssen Voraussetzungen für Wohngebiete geschaffen werden.

Es ist heute bei weitem einfacher einen Investor für Hotels oder Prestigebauten zu gewinnen, als einen Investor für bezahlbaren Wohnraum. Das hat natürlich etwas mit der Immobilienökonomie zu tun. Es müssen Vorraussetzungen seitens der Hansestadt Lübeck geschaffen werden, um die Durchführung von Neubauvorhaben im Geschosswohnungssegment attraktiv zu machen. Eine Ausweisung nur von Einfamilienhaus-Flächen dient auf keinem Fall Zuzügen von jungen Menschen und Familien mit Kindern die mit mittleren Einkommen auskommen müssen und die insbesondere bezahlbaren Wohnraum brauchen.

Um Investoren einen Anreiz zu geben, wäre  eine Kooperation zwischen Hansestadt und Wohnungswirtschaft denkbar. Z.B. ein Entgegenkommen bei den Grundstückspreisen in Verbindung mit festen und einzuhaltenden Vergabekriterien durch Vorlage eines städtebaulichen und wohnungsbaupolitischen Konzeptes für die Schaffung von bezahlbarem und familienfreundlichem Wohnungsbau.

Wir würden uns freuen, wenn der Bonner Bildungsgutachter, Herr Wolf Krämer-Mandeau Gehör in der Bürgerschaft findet. Es muss gehandelt werden. Je eher, je besser.

Der Ortsrat bleibt an diesem Thema dran und wird diesbezüglich den Dialog mit den Bürgerschaftsfraktionen aufnehmen.