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   Travemünde

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11. September 2019

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Gefahr durch Munitionsreste in der Ostsee

Im Mai 2019 hatte der Travemünder Ortsrat Jens Sternheim vom Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes Schleswig-Holstein zu Gast. Schon damals berichtete er über Restmunitionsmengen von ca. 50.000 t in der Lübecker Bucht und warnte vor den davon ausgehenden Gefahren. Der Sprengstoff sei noch voll funktionsfähig und berge eine hohe Explosions- und Umweltgefahr. Insbesondere neigt der Sprengstoff zur Selbstauslösung. Austretende Gifte könnten in unsere Nahrungskette gelangen. Sternheim warnte eindringlich vor Verletzungen, besonders bei Kindern, durch angespülte Munition an den Küsten. Dabei muss Munition nicht zwangsläufig als solche erkennbar sein. Besondere Gefahr geht von Phosphor aus der leicht mit Bernstein verwechselt wird und durch Selbstentzündung zu schweren Verbrennungen führen kann.

Der Ortsrat forderte die politischen Vertreter auf, das Thema "Bergung von Munitionsresten in der Ostsee" an die entscheidenden Stellen weiterzutragen. Ebenso forderte er bessere Informationen für Einheimische und Touristen. Zum Beispiel mittels kleinen Infobroschüren: Wie erkennt man Munitionsreste oder Phosphor? An wen kann man sich dann wenden, um den Fund zu melden usw. Diese Bitte wurde an Senator Hinsen und in der Sitzung im Juni nochmals an Herrn Kirchhoff weitergegeben.

Der Ortsrat Travemünde ist erleichtert, dass nun endlich in die Thematik "Munitionsreste in der Ostsee" Bewegung zu kommen scheint.

 

Neuordnung der Grillplätze auf dem Grünstrand

Zum Schutz der Anwohner und zur Gefahrenabwehr ist NutR0019085azung an Bedingungen geknüpft

Pünktlich zur Saison 2019 werden die beiden vorhandenen Grillstationen in Travemünde auf der Liegewiese an der Kaiserallee um vier zusätzliche fest installierte Grillplätze ergänzt. Diese sind so ausgerichtet, dass auf ihnen ein mitgebrachter Grill platziert werden kann. Zu diesem Vorschlag kommt die Hansestadt Lübeck nach intensiver interner Abstimmung und zahlreichen Gesprächen mit Befürwortern und Gegnern von Grillaktivitäten auf der Liegewiese.

Dieses deutlich verbesserte Angebot soll dazu führen, dass sich Grillliebhaber an bestimmte Regeln halten. So darf künftig nur noch ausschließlich auf diesen Plätzen gegrillt werden. Darüber hinaus darf das Grillfeuer ledig

lich von 9 bis 21 Uhr brennen. Ein privater Wach- und Sicherheitsdienst wird die Einhaltung der auch vor Ort ausgeschilderten Regularien überwachen. Der überwiegende Teil der Liegewiese wird damit wieder seiner ursprünglichen Bestimmung zur Verfügung stehen.

Die Grillstationen werden mit einem nicht brennbaren Untergrund sowie Müll- und Aschebehältnissen ausgestattet. Damit wird sowohl die Brandgefahr eingedämmt als auch die Sauberkeit erhöht. Zusätzlich soll ein Container zum Reinigen des Geschirrs aufgestellt werden, um die Zweckentfremdung der Strandduschen und öffentlichen Toiletten zu vermeiden.

Nach Beendigung der Grillsaison im Herbst 2019 wird es eine Auswertung der vorgeschlagenen Maßnahmen geben.

Hintergrund: Im Zuge der Neugestaltung der Travemünder Strandpromenade wurde 2011 die Liegewiese an der Kaiserallee mit zwei festen Grillstationen bestückt. Da aufgrund der großen Beliebtheit diese beiden Stationen inzwischen nicht mehr ausreichen, brachten die BesucherInnen ihr eigenes Grillequipment mit, was dazu führte, dass die Grillaktivitäten sich sukzessive über die gesamte Wiese ausweiteten. Die daraus resultierende intensive Rauchentwicklung hatte zur Folge, dass sich AnwohnerInnen und auch NutzerInnen der Liegewiese und der angrenzenden Strandpromenade massiv gestört fühlten. Doch auch die durch die gestiegenen Grillaktivitäten erhöhte Brandgefahr, die vermehrte Ruhestörung, verbotswidriges Campen sowie die Zweckentfremdung der öffentlichen Toiletten und der Strandduschen (für das Duschen und Geschirrspülen mit Seifenlauge) nahm die Hansestadt Lübeck zum Anlass, um Lösungsansätze zur Abhilfe zu erarbeiten.

Am 28. März stimmt die Bürgerschaft über diesen Lösungsansatz ab.

 

Quelle:Pressedienst Hansestadt Lübeck