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   Travemünde

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09. August 2017

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Ortsrat hält Installation einer Ampel am Gneversdorfer Weg / Ecke Vogteistraße für geboten

Ortsrat schlägt bis zu einer eventuellen Realisierung Interimslösung vor

R0021465aDer Ortsrat hält es schon seit langem für dringend erforderlich, die unfallträchtige Verkehrssituation an der Einmündung der Vogteistraße in den Gneversdorfer Weg zu verändern. Die Querung der Vogteistraße durch den in beide Richtungen befahrbaren Radweg führt trotz roter Markierung des Radwegs auf der Fahrbahn immer wieder zur Gefährdung von Radfahrern durch abbiegende Kraftfahrzeuge und zu Unfällen.

Der Ortsrat hält es für geboten, an dieser Einmündung eine Ampel zu installieren. Die unmittelbare Nähe des Bahnübergangs steht dem ebenso wenig entgegen wie an der Kreuzung Rose/ Vogteistraße/ Paul-Brümmer Straße. Bis zur Einrichtung einer Ampel muss dringend eine vorläufige Regelung zur Entschärfung der Situation getroffen werden.

Die kürzlich erfolgte vorläufige Maßnahme, am Gneversdorfer Weg etwa 200 Meter vor der Einmündung der Vogteistraße ein Schild entsprechend Nummer 254 der Anlage zur StVO aufzustellen, das für diese Strecke ein Verbot der Nutzung des Radweges durch Radfahrer anordnet, ist untauglich, weil es nicht beachtet wird – verständlicherweise, weil das Verbot nicht nachvollziehbar ist. Wenn es bewirken soll, dass die Radfahrer die Vogteistraße nicht fahrend, sondern als Fußgänger ihr Fahrrad schiebend überqueren, erschließt sich doch niemandem, weshalb sie schon derart weit vor der Einmündung, sogar schon vor dem Bahnübergang, absteigen sollen.

Die wohl geplante weitere Maßnahme, die beiderseitige Befahrbarkeit des Radweges aufzuheben und für die in Gegenrichtung fahrenden Radfahrer auf der anderen Straßenseite einen eigenen Fahrstreifen auf der Fahrbahn zu markieren, erscheint nicht sinnvoll, weil der Gneversdorfer Weg auf dem Abschnitt vom Bahnübergang zur Torstraße zwei ohnehin schon schmale Fahrspuren für Linksabbieger zur Torstraße und für Rechtsabbieger zur Travemünder Landstraße aufweist und dort kein Raum für einen Fahrstreifen für Radfahrer bleibt. Dieser müsste also hinter dem Bahnübergang enden, so dass die Radfahrer sich entweder in den allgemeinen Verkehr einordnen, oder auf dem Fußgängerweg weiterfahren oder statt der Vogteistraße nunmehr den Gneversdorfer Weg überqueren müssten, was in jeder Variante ebenfalls mit erheblichen Gefahren verbunden wäre.

Da die Einrichtung einer Ampelanlage zur Zeit in den entsprechenden Gremien in Lübeck strittig und dadurch zeitnah wohl kaum umsetzbar ist, muss dringend eine Interimslösung her.

Der Ortsrat spricht sich deshalb dafür aus, die Befahrbarkeit des Radweges in beide Richtungen beizubehalten, jedoch die Überquerung der Vogteistraße unmittelbar vor der Einmündung in den Gneversdorfer Weg durch eine Absperrung (Metallgitter oder Bügel) zu verhindern und den Radweg ein Stück weit (mindestens etwa 50 Meter – Bus / LKW-Länge) in die Vogteistraße hinein zu führen, die dann mit entsprechender Fahrbahnmarkierung und Beschilderung gefahrlos überquert werden kann, weil die Autofahrer an dieser Stelle nicht gleichzeitig auf die Radfahrer und auf den sonstigen Verkehr im Gneversdorfer Weg achten müssen.

Diese Anregung wurde mit der Bitte um Prüfung an die Verwaltung weitergereicht.