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Bezahlbarer Wohnraum in Travemünde

csm Hausbau Clipart 03 0260341436In der letzten Ortsratssitzung beschäftigte sich der Ortsrat mit dem Thema „Bezahlbarer Wohnraum“. Erkennbar war auf Grund der Analysen der Firma GEWOS im Wohnungsmarktkonzept 2013, dass die Einschätzung des Ortsrates, dass Travemünde familienfreundliche Wohnraumangebote dringend braucht, vollkommen richtig ist.

Folgende Punkte aus den Analysen der Wohnraumsituation wären hier u.a. zunennen:

  • Der Wohnraumleerstand liegt in Travemünde unter 2 %. Das heißt es gibt kaum bis keine Angebote.
  • Für viele von außerhalb Lübecks Zuziehende jüngere Ein- und Zweipersonenhaushalte und bei Familien ist Travemünde auf Platz vier unter neun Stadtteilen in der Beliebtheitsskala. Mangels preislich attraktiver, familiengerechter Angebote findet aber zwangsläufig eine andere Wahl statt.
  • Aus der Nachfrage ergibt sich ein Zuzugspotential aus dem Umland – insbesondere bei Familien.

Aus der Analyse der jetzigen Situation bezüglich der Altersstruktur zeichnet sich deutlich ein demografisches Problem für unseren Stadtteil ab, das wir nicht ignorieren und einfach hinnehmen dürfen!

Hier ein paar Daten aus dem Stadtbezirksprofil 2013 der Hansestadt Lübeck:

Die Altersstatistik sieht folgendermaßen aus:

  •   0 - 17 - jährige 9,6 %
  • 18 - 64 - jährige 46,3 %
  • 65 bis 80 - jährige und älter 56,9 %

Und aus dem Konzept der Firma GEWOS zur Haushaltsstruktur:

Folgende Haushaltssituation finden wir in Travemünde vor:

  • 49 % - 1 Personen
  • 35 % - 2 Personen
  • 9 % - 3 Personen
  • 5 % 4 Personen
  • unter 2 % - 5 Personen

Dies ist eine deutlich negative natürliche Bevölkerungsentwicklung, die sich auch weiterhin für Travemünde abzeichnet, das durch einen hohen Anteil älterer Bewohner ab 65 Jahren geprägt ist. Für eine stabile Bevölkerungsentwicklung stellt ein adäquates, an die Nachfrage angepasstes Wohnungsangebot eine wesentliche Voraussetzung dar. Um das festgestellte Zuzugspotential nach Lübeck und auch nach Travemünde zu generieren, muss alles getan werden ein solches Angebot bereitzustellen. Die demografische Entwicklung ist allerorten ein Problem. Damit dies aber nicht so bleibt, haben viele Städte beispielhafte Projekte in Zusammenarbeit mit der Wohnbauwirtschaft getätigt. Voraussetzung sind aber überall:

Es muss mehr auf die Konzepte als aufs Geld geschaut werden, damit man dadurch die Stadtentwicklung lenken kann. In Hamburg, der zweitgrößten deutschen Stadt, gibt es seit fünf Jahren eine simple Regel: Wenn ein potentieller Bauherr eine hohe bauliche Qualität zu liefern bereit ist, dann hat er die besseren Karten. Bei Projekten im Geschosswohnungsbau ist die „Vergabe nach Konzeptqualität“ sogar bindend vorgeschrieben. Dann gilt: Je größer die angestrebte soziale Mischung ist und je anspruchsvoller die Architektur, Energieeffizienz und Gebäudetechnik, desto größer die Chancen.

Auch auf Landesebene tut sich etwas:

Am 20.1.2015 wurde von Innenminister Studt das neue Wohnraumförderungsprogramm vorgestellt.
Die Landesregierung hat beschlossen, 360 Millionen Euro an zinsgünstigen Darlehen bis 2018 für die Wohnraumförderung zur Verfügung zu stellen. Davon sollen 110 Millionen Euro ins Hamburger Umland fließen. Weitere Schwerpunkte sind Lübeck mit 50 Millionen Euro, Kiel mit 40 Millionen Euro, und Sylt mit 30 Millionen Euro. In diesen Regionen fördert das Land bis zu 85 Prozent der Neubaukosten und bis zu 100 Prozent der Kosten von Modernisierung. (Quelle: Landesregierung)

Die Diskussion des Themas „Bezahlbarer Wohnraum“ hat in der letzten Ortsratssitzung nur angerissen werden können. Dies war ja auch der erste Schritt. Das Thema wird noch öfter von uns aufgegriffen, damit wir in Travemünde einer positiven Entwicklung entgegen sehen können.