ORTSRAT

   Travemünde

Nächste Sitzung

14.Juni 2017

19:00 Uhr

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Travemünde

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Menschen auf der Flucht suchen Zuflucht in unserer Mitte

P1160440 2bGleichgültigkeit gegenüber tausenden flüchtenden Menschen gibt es wohl nicht mehr unter uns. Aber Vorbehalte und sogar Ängste? Sie zu überwinden und unser Mitgefühl und unsere Hilfsbereitschaft zu wecken und zu stärken war das Ziel der Informationsveranstaltung am 27. April 2015, zu  der der Ortsrat in Zusammenarbeit mit der Hansestadt Lübeck eingeladen hatte. Als Gäste konnten wir den Senator für Wirtschaft und Soziales, Herrn Sven Schindler, Herrn Ulrich Kewitz vom Bereich Soziale Sicherung, Frau Diakoniepastorin Dörte Eitel, die Geschäftsführerin der Gemeindediakonie Lübeck ist, die Herren Günter de Groot und Hamid Jebeli von der Gemeindediakonie sowie Herrn Peter Niemann, Präsident des Lions Club Travemünde begrüßen.

Rund 60 Personen im Auditorium verfolgten zunächst die Ausführungen von Herrn Senator Schindler über die aufrüttelnden Zahlen: Mussten im vergangenen Jahr schon 658 geflüchtete Menschen in Lübeck untergebracht werden, so sind es nach dem Plan von 2015 bereits 1.700. Ein steil anwachsender Fehlbedarf an Unterbringungsplätzen gibt zu großer Sorge und verstärkten Bemühungen Anlass. Bis Mai reichen die Plätze noch aus, aber ab Juni wird es schwierig. Als einzige Wohnmöglichkeit in Travemünde könne nur die Wiekstraße in Betracht kommen. Andere Möglichkeiten gibt es in Travemünde nicht. Was Menschen zur Flucht aus ihrer Heimat getrieben hat, erfuhr das Auditorium dann, als die Schicksalsberichte mehrerer Personen vorgetragen wurden. Herr Jebeli, ein Iraner, der vor 16 Monaten in Deutschland angekommen ist, schilderte seine eigenen grausamen Erlebnisse und seine Flucht als einzige Möglichkeit zu überleben. Es war ihm ein großes Anliegen, seinen Dank für die ihm zugekommene Hilfe auszusprechen. Die anschließende lebhafte Fragestunde zeigte nur zu einem geringen Teil Vorbehalte und Ängste auf. Die Mehrheit der Anwesenden nutzte die Gelegenheit für sachliche Fragen und Beiträge.

Herr Niemann erhielt schließlich das Wort, um den Aufbau eines Lübecker Migrantennetzwerkes vorzustellen und hinterlegte Erfassungsbögen, in welche man sich zur Mithilfe eintragen konnte. Am Ende der Veranstaltung waren diese, bis auf einen, alle weg. Dies gibt Anlass zur Zuversicht! Der Ortsrat wird zu gegebener Zeit, in Zusammenarbeit mit der Gemeinschaft der Priwallbewohner e.V., eine zweite Veranstaltung - dann auf dem Priwall vor Ort – durchführen.

Darüber hinaus ermuntern wir dazu, unsere Sitzung am 13. Mai 2015 zahlreich zu besuchen, in der die am 27. April erhaltenen Informationen aufbereitet werden sollen.

Der Ortsrat bleibt mit allen handelnden Personen weiterhin in Verbindung, um auf dem Laufenden zu sein. Zum Thema „Lübecker Migrantennetzwerk“ wird Herr Niemann nochmals unser Gast sein.

Ein dickes Brett ist gebohrt

Baustelle 1

Der Ortsrat hat viele Gespräche geführt und viel Schriftverkehr auf den Weg gebracht. Das hat sich gelohnt:

Wie dem Pressedienst der Hansestadt Lübeck heute zu entnehmen ist, wird noch in dieser Woche mit den Bauarbeiten für die Beleuchtung im Dr.-Heinrich-Zippel-Park und in der Parkallee begonnen.

Es werden 35 neue Masten mit LED-Leuchten aufgestellt und die gesamte Kabelanlage erneuert.

Der Fachbereich Stadtgrün und Verkehr teilt mit, dass es während der Bauphase zu punktuellen Behinderungen und Beeinträchtigungen kommen kann. Diese werden aber so gering wie möglich gehalten. Dennoch empfiehlt er ortskundigen Fußgängern und Radfahrern, diesen Bereich wenn möglich in dieser Zeit zu umgehen bzw. zu umfahren.

An der Bahnunterführung (von der Fehlingstraße kommend) wird es tageweise zu Sperrungen des Weges kommen. Die genauen Termine dieser Sperrungen werden von der ausführenden Baufirma rechtzeitig drei Tage vorher durch Anzeigetafeln vor Ort bekanntgegeben.

Näheres über den Umfang und das Verfahren der Bauarbeiten erfahren Sie unter den „Aktuellen Mitteilungen des Lübeck-Pressedienstes“ mittels dieses Links: http://www.luebeck.de/stadt_politik/presse/pressedienst/view/150266L/

Quelle: Aktuelle Mitteilungen des Lübeck-Pressedienstes

Nutzung des Strandes am Brodtener Ufer

Brodtener Ufer

Der Ortsrat hat in seiner letzten Sitzung am 11. März 2015 einen, von den Vertretern der SPD eingebrachten, Antrag hinsichtlich der Nutzung des Strandes am Brodtener Ufer mehrheitlich unterstützt.

Dieser Antrag hatte zum Inhalt, dass die Nutzung des gesamten Strandabschnittes - bis hin an das angrenzendes Landschaftsschutzgebiet – nicht zur alleinigen Nutzung als Freilaufgebiet für Hunde ausgewiesen werden soll.

Nun teilt uns Senator Bernd Möller, Leiter des Fachbereichs Umwelt, Sicherheit und Ordnung folgendes mit:

Das Ende des Kurstrandes wird als kurtaxenfreier Strand ausgewiesen. Es folgen der bisher auch eingerichtete Hundefreilaufstrand und daran anschließend ein Bereich, an dem die Hunde angeleint mitgeführt werden können, der aber auch für FKK empfohlen wird. Die untere Naturschutzbehörde erteilt eine Sondernutzungsgenehmigung für die Neuorientierung der Strandabschnitte und für den Hundefreilaufbereich eine Befreiung aus dem Landschaftsschutzgebiet.

Der Kurbetrieb erwirkt eine Konzessionierung des neuen Strandabschnittes, der für FKK empfohlen wird und eine Strandreinigung beinhaltet. Dahinter ist der Naturstrand am Brodtener Ufer, der im Landschaftsschutzgebiet liegt und in dem Leinenpflicht besteht, aber auch Baden möglich ist.

Es erfolgt eine klare Beschilderung, wonach ein rechtmäßiges Handeln für alle Benutzergruppen möglich gemacht wird.

Der Fachbereich für Umwelt, Sicherheit und Ordnung drückt durch Herrn Senator Bernd Möller seine Hoffnung aus, dass das viele Jahre hinweg funktionierende reibungslose Miteinander der verschiedenen Nutzergruppen so weiter ermöglicht wird.

Dieser Hoffnung schließen wir uns ausdrücklich an.

Neues vom Strandbahnhof Travemünde

Strandbahnhof2

Der Ortsrat hatte sich in seinem Schreiben vom 16. März 2015 an die zuständigen Behörden gewandt (wir berichteten), um seine Fragen hinsichtlich der Auslegung des „Gesetzes zum Schutz der Denkmale“ (Denkmalschutzgesetz) am Beispiel des Strandbahnhofes zu stellen. Die Sichtweise des Ortrates hinsichtliches der Auslegung des Gesetzes wird vom Fachbereich Kultur und Bildung,Bereich Archäologie und Denkmalpflege der Hansestadt Lübeck bestätigt. Dies wurde uns auf Grund unserer diesbezüglichen Anfrage mitgeteilt. Es ist also durchaus laut diesem Gesetz der Fall, dass grundsätzlich der Eigentümer eines denkmalgeschützten Objekts für dessen Erhalt und Pflege verantwortlich ist und jederzeit für eine Vernachlässigung seiner Pflichten belangt werden kann und dieses auch für den Strandbahnhof Travemünde gilt! Weiterhin teilte man uns mit, dass man sich umgehend um den Sachverhalt kümmert, mit der nötigen Dringlichkeit bearbeit, prüft und den Eigentümer dementsprechend zur Pflege und Erhalt des Denkmals auffordert.

Der Ortsrat bleibt dran und berichtet wieder!

Strandbahnhof

Bahnhof 14

Vor rund acht Jahren wurde die Sanierung des Strandbahnhofes abgeschlossen (Dauer 2004-2006, Kosten 2,3 Mio. Euro, getragen von der DB und u.a. der Stadt Lübeck und der Possehl-Stiftung).

Heute ist der Bahnhof in einem nicht mehr hinnehmbaren Zustand. Für die Bahn ist das Betreiben eines solchen Gebäudes nicht wirtschaftlich. Da kann man Verständnis für aufbringen. Die Bahn will das Gebäude verkaufen. Auch das kann man verstehen. Was man aber nicht verstehen kann ist: Weshalb darf die DB ein denkmalgeschütztes Gebäude derart vernachlässigen?

Diese Frage tat sich dem Ortsrat auf. Deshalb hat er sich mit folgender Anfrage an das Landesamt für Denkmalpflege Schleswig-Holstein gewandt:

Ist der Besitzer eines denkmalgeschützten Gebäudes nicht laut „Gesetz zum Schutz der Denkmale (Denkmalschutzgesetz)“ verpflichtet, seinen Besitz sachgemäß zu behandeln und vor Gefährdung zu schützen? Und ist er nicht weiterhin zum Ersatz des von ihm verursachten Schadens verpflichtet?

Wer weiß wann ein Käufer gefunden wird? Die Zeit arbeitet nicht für den Bahnhof, sondern gegen ihn!

Wir bleiben dran und berichten wieder.